Tagebuch

Ein Traum wird wahr:

 

In 2008 erforschten wir die Gegebenheiten, was in Perú nötig und möglich ist,

in 2010 richteten wir eine Werkstatt ein und orientierten wir uns,

in 2011 beginnt ein Optiker im Krankenhaus 'Diospi Suyana'und

werden evtl. erste Spuren für den 'Traum' gelegt:

Wir würden gerne die Ausbildung zum Augenoptiker (m/w) in Peru anbieten, und zwar mit einem Ausbildungsbetrieb und Optikgeschäft in Cusco.

Was auf diesem Weg alles passiert, kann man hier tagesaktuell nachlesen:

18-5-12:  DANKE allen Spendern ! Wir sind bei EUR 7.200 angelangt !

14-5-2012: über 'unseren' Optiker im Krankenhaus kam ein dickes Lob: "er arbeitet fleißig und genau, und ist bei den Kunden sehr beliebt." 

 

Das ist das schönste Zeugnis, was uns (als Entwicklungsdienst) passieren kann !

12-4-12:  Hurra ! Das Paket ist in Peru angekommen. Leider will der Zoll entgegen den Versprechungen Geld dafür. (...) Nun probieren wir nochmals nen anderen Weg, um dies zu entgehen.

 

2. gute Nachricht: wir haben eine Transportmöglichkeit über eine andere Klinik, um eine schwere Kiste ins Land zu bekommen ! Es dauert zwar länger, und kommt nicht in Cusco an, aber nach Arequipa ist es ja nur ne Tagesreise ;-)

 

Daneben gibt es noch etliche andere Begegnungen von Unterstützern !

So sehen (auch) Energiequellen aus !

6-4-2012:  Wir bangen, weil das Test-Paket, das wir am 14.3. verschickt haben, nicht in Cusco ankommt. Laut Sendungsverfolgung ist es in Peru - wahrscheinlich hängt es im Zoll und irgendjemand möchte noch daran verdienen (...). Unsere Partnerin in Cusco ist am Recherchieren vor Ort.

 

Gestern bekam ich das Angebot von 1.100 neuen Brillenfassungen für einen symbolischen Preis ...

 

Der Spendenstand hat sich wieder um eine vierstellige Summe erhöht (Danke !!)

 

Und die Vorbereitung für den Info-Abend in Gerabronn läuft an (sh. rechte Seite).

18-3-12:  Für den Schulungsraum und für die Verwaltung fehlen uns noch Rechner und ein paar Bildschirme - an diesem Abend bekam ich die (bisher nur mündliche) Zusage dafür !

17. März 2012:  Am Freitagabend, 27. April werde ich in Gerabronn in der OffenBar das Projekt mit vielen Fotos aus dem schönen Peru vorstellen. Genauere Infos dann hier, sowie in den Amtsblättern und in der Zeitung.

 

Die heutigen T-Online-Nachrichten motivieren mich einmal mehr, dieses Projekt umzusetzen: http://nachrichten.t-online.de/peruanische-anden-bus-stuerzt-200-meter-tief-in-abgrund/id_54884226/index (- nichts für Peru-Touristen ! )

15. März 2012: ein sehr arbeitsreiches und produktives Treffen von Egon Scheich, Danny Schlicke bei uns in Blaufelden.

Wir hatten ca. 20 Themen: Raumplanung - Berufsrechte - Finanzierungen - Eignungsteste - Bewerbungskriterien - Löhne - Vergütungszeitpunkt - GuV/BAB - die verschiedenen Phasen, wenn wir beginnen - Werkstatt-Ausstattung - Fassungs-Logistik - vertragliche Details mit dem Verein in Cusco - Zukunft der Abgänger - Kleinkredite - Möblierung - Credo - Transporte - Karteiführung - Lehrplan - E-Learning - Mitarbeitermotivation - ...

Wir saßen bis tief in die Nacht, es hat aber richtig Spaß gemacht ! Jeder hat nun seine 'Hausaufgaben'. Es fühlt sich gut an.

Immer noch und immer mehr.

10-3-2012:  Guter Bericht in unserer Tageszeitung - schön wäre es, wenn es viele mit Interesse lesen ! (Ein DANKESCHÖN an die HT-Redaktion!)

 

Das konzeptionelle Treffen am Donnerstag hat einen 20-Punkte-Plan: es gibt vieles zu bedenken und zu planen. Angefangen beim Raumkonzept, Möblierung, Logistik an Maschinen,Werkzeugen, Fassungen, Gläser - Eignungstesten, Arbeitsverträgen, Entlohnung, die verschiedenen Phasen bis zur Eröffnung und dann die Einstellung von weiteren Azubis, Finanzierungen, Verträgen, Kostenrechnung, bis hin zum Credo. ich freu mich auf diese starke Arbeit !

 

Gerade eben kam eine Email aus Peru von unserer Partnerin, wie die Zollinhaltserklärungen auszufüllen sind. Damit das 'Probepaket' auch wirklich exemplarisch läuft. DHL machts möglich (Laufzeit ca. 8 Tage - ?! - unglaublich).

 

5-3-2012:  heute war eine Redakteurin vom Hohenloher Tagblatt da: ein Bericht über unser Projekt wird wahrscheinlich am Freitag erscheinen - ich bin gespannt !

 

Heute kam auch eine Mail aus Peru, wir sollten mal einen Probelauf mit einem Paket machen -  wie der Zoll dieses 'durchwinkt'. Wir werden sehen !

 

Am 15.3. ist nun ein Treffen mit Danny Schlicke und Egon Scheich in Blaufelden geplant, in dem wir die verschiedenen Konzeptionen durchsprechen werden.

 

Das Adrenalin steigt wieder...

28-2-2012: bereits die 4. Kiste mit Brillenfassungen haben wir von der Fa. Wagner und Kühner bekommen - es sind wahre Schatzkisten ! Damit können wir im 'OPC' richtig gut Geld verdienen: es sind Fassungen, die bei uns zwischen 90 und 160 Euro kosten ! Danke, Wagner und Kühner !

 

In der nächsten Woche kommt vielleicht ein Bericht in unserer Tageszeitung über das große Projekt - und damit hoffentlich viele Spenden !

 

Danny Schlicke ist wohlbehalten aus Nicaragua zurück, mit vielen starken Erfahrungen im Gepäck. Wir werden uns demnächst treffen, um die vielschichtigen Konzepte zu besprechen.

 

Im März soll auch ein Lokal in Cusco gesucht und gefunden werden.

 

... alle Zeichen stehen auf 'Erfolg' - das ist ein schönes Beobachten !

20-1-2012: positiver Anruf von Henning Stracke: wir können von Fa. Schneider optoshop weitere optische Geräte und Maschinen kostenlos bekommen !

Mit einer Frage bin ich ins Bett gegangen und wieder aufgestanden: wie bekommen wir das Startkapital von EUR 50.000 zusammen ? Werde ich Vorträge halten (müssen) ?

Im Übrigen ist der Container vom Dezember wohlbehalten im Hospital in Curahuasi angekommen: http://www.diospi-suyana.com/news/news_single/title/die-letzten-vorbereitungen-in-der-augenklinik/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=329&cHash=56366b7b10 

16-1-2012  Neuötting - so sieht es aus, wenn man ca. 3.000 Brillenfassungen in einen Kombi packt, dann muß noch 1 Zentriergerät rein, 2 Handschleifsteine - Klappe zu.

Am späteren Abend gab es noch ein Late-Night-Date mit Pedro Vargas Castilla, dem Bruder des Optikers in Diospi Suyana.

Am Samstag dann ein Messebesuch in München mit vielen Kontakten zu Lieferanten, die schon gespendet haben/spenden werden.

Am Samstagabend war unser alljährliches EDA-Treffen in München, und dann mit viiiielen Eindrücken und Ermutigungen wieder heim, Ankunft am frühen Sonntagmorgen.

 

Inzwischen haben sich viele wichtige Kontakte ergeben und wir steuern die Einrichtung unseres Ladens mit Ausbildungswerkstatt im Herbst 2012 konkret an.

 

Was wir noch dafür benötigen, sind schätzungsweise EUR 50.000.

Wieviele Menschen sich wohl bewegen lassen, unserem Konzept trauen und beteiligt sein wollen an diesem Abenteuer, das soooviel Gutes bewirken kann ?

 

Es bleibt spannend.

18-12-2011:  Fast jeden Tag gibt es positive Neuigkeiten: unsere Partnerin hat 'OPC' fest eingeplant, es gibt mittlerweile eine eigene Domain: www.opc-peru.de (und dort wird in Zukunft der breiten Öffentlichkeit alles genau erklärt werden), Henning Stracke sammelte unzählige Maschinen für wenig Geld, ich bekam 100 top Fassungen und dies und das.

 

Also: obwohl man hier nicht jeden Pulsschlag spürt: die Pläne sind fest.

Die Vorbereitungen laufen.

Der Flyer ist fertig.

Im Januar plane/wünsche ich eine PR im HT (örtliche Zeitung),

im Winter/Frühjahr dann in der Fachpresse,

im Januar werde ich auf der Optikermesse in München weitere Kontakte knüpfen.

Und im Lager in Neuötting noch die 'Zutaten' für den/die Container rauspicken und nach Blaufelden bringen.

Kisten basteln wird dann wieder angesagt sein..

 

 

Nach ca. 30.000 km, 11 Flügen, unendlichen Taxifahrten, vielerlei Betten, unzähligen Begegnungen, vielen Höhenwechseln, schönen Aussichten, Einsichten und Ansichten, und vieles mehr - und alles ungestreift, ohne Überfälle oder sonst 'was, lediglich mit einer knappen Stunde Verspätung kam ich dann am Samstag-Abend in Frankfurt an.

 

Die Eindrücke sind aber noch lange nicht alle verarbeitet...

 

Ich freue mich, wieder zurück zu sein, den 'Normaltag' zu leben und wieder gute Augenoptik machen zu dürfen !

 

18-11-11 Meine Reise neigt sich dem Ende und ich steige heute abend (20:55 Uhr) hier in Lima wieder bei IBERIA ein, werde morgen abend um 18:30 Uhr in Frankfurt landen und danke Gott und Euch für alles Starke, Tolle, Gewinnbringende, Bewahrende, ... es war gigantisch, dies zu erleben.

 

 

Es war ein Abenteuer, das nicht nur anderen hilft, sondern selbst auch Spaß macht, erfüllt und Horizonte weitet - und unendlich dankbar macht !

Ist Gott so ?

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Und nun freue mich auf den schönsten Platz der Welt: s.u. 

;-)

18-11-11: Tour quer durch Lima,

um Lieferanten ausfindig zu machen.

Schlußendlich habe ich nun 3 Lieferanten für Maschinen, Geräte und Werkzeuge !!!

Ein super Beutezug !!  ;-)

Ich bin froh, nun doch einige Geschäftsbeziehungen geknüpft zu haben, um später darauf zurückgreifen zu können.

Es wäre mühsam, wenn wir immer alles importieren müßten - und unterm Strich dann vielleicht auch zu teuer. Mal sehen, was wird !

 

Am Morgen erhielt ich noch eine sehr engagierte Tour durch die Johannes-Gutenberg-Schule: eine super Einrichtung ! 2.000 Kinder erhalten hier eine sehr gute, liebevolle und solide Schulbildung und Ausbildung. Sehr praxisorientiert und einfach unterstützenswert ! Zur Erklärung: die deutsche Organisation heißt: Kinderwerk Lima - ist doch ein Begriff, oder ??!!

17-11-11

Reisetag von Pucallpa nach Lima,

nach 2-3 Stunden Online-Arbeit im Starbucks (Flughafen Lima)

-endlich wieder mal on!!!- nahm ich mir ein Taxi und fuhr

durch die Rush-Hour, mitten ins Zentrum (wie sich herausstellte).

Dort suchte ich einen Lieferanten auf - leider war auch hier nicht

alles ‘hergerichtet’ - ca. 5 Leute ‘warteten’ auf Kundschaft,

lungerten an den Tresen herum und schließlich konnte man mir doch einiges zeigen.... Katalog - ? Internetauftritt - ? Beratung, jetzt ??-nein, morgen ab 11 Uhr ! ....also gut, morgen ab 11 Uhr, ich bin ja flexibel.

Für deutsche Verhältnisse sehr dürftig. Schade !

(...wie leicht wäre es doch hier, Geschäfte zu machen...

Desinteresse ?? )

 

Bei den Freunden angekommen, erfuhr ich, dass sie heute abend

zu einer Velorio (Totenwache) gehen würden (fällt jemand etwas auf ??),

ich sagte: da geh ich mit, ist klar.

Dort angekommen, ergab sich im Gespräch, dass ein Schwiegersohn des Verstorbenen Optiker sei und ich morgen weitere wichtige Infos bekommen könne.

(...)

Die Tour bleibt spannend bis zum Schluß !

am 16-11-11

letzter ganzer Tag im Urwald:

viel Ruhe an der Cocha (ein kleiner See, nicht mit dem Amazonas verbunden), und auch viiiiel Regen - und eine etwas beschwerliche 5-km-Fahrt durch roten Sand-Stein-Matsch mit einem sehr unbequemen Fahrrad, bei strömendem(, aber warmem) Regen, versteht sich.

Die Regenzeit beginnt, und wird nicht unbedingt wegen mir eine Ausnahme machen.

 

 

am 15-11-11 hatte ich nun einen sehr ruhigen Tag:

 

am Vormittag schrieb ich meinen Reisebericht,

 

am Nachmittag genoß ich die Cocha (Bild) und die Sonne,

 

und fand raus, dass es doch an 1 Punkt im Ort Handy-Empfang ‘light’ hat.

 

Gegen Nachmittag wurde der Himmel nun gewittrig und die Temperaturen wieder etwas angenehmer. (Momentan messe ich 30°C). Spürte mein Kopf das nahende Gewitter ??

 

‘Entspannen’ - ist mein Programm. Dabei merke ich, wie ich wohl sehr angespannt war. Komischerweise merke ich das immer erst in solchen Situationen.

 

Die Gedanken sind temperatur- und feuchtigkeitsbedingt auch etwas träge. Ich hab beschlossen, dass es ok ist. Im Dampfbad schreibt man auch keine Klausur. Nee, is nich.

 

Am Abend war ich nun bei Fam. Hanselmann eingeladen und erfuhr noch mehr die Entwicklung Peru’s, wirtschaftlich, geistlich und noch mehr.

 

14-11-11

- sorry, dass es nun einige Tage kein ‘Update’ mehr gegeben hat,

aber ich war im Urwald.

 

Das heißt: kein oder kaum Internet, für mich auch kein Handy-Empfang (das hatten wir doch schonmal...). Und immer wieder Stromausfall.

 

Dafür wird es um 5 Uhr hell. (und um 18 Uhr dunkel). Mein Programm:

 

Am Montag ‘checkte’ ich im lärmenden Urwaldstädtchen Pucallpa die Kollegen, machte Besorgungen, konnte bei einem Rundflug mit dem Wasserflugzeug aufspringen und dann auch entspannen.

Immer wieder gibt es dumpfe Schläge - manchmal auch scheppernd: Mangos fallen von den Bäumen auf den Boden, und manchmal auch aufs Blechdach. Wieviel wird wohl eine Mango wiegen - 600g oder 1 kg ?! Und wieviel, wenn sie auf den Kopf fällt ??

 

‘Urwald’ in Pucallpa

muß man sich so vorstellen: hier auf der Missionsstation von Indicamino (Cashibo) lebt man in einem kleinen Dorf, in der Entfernung von 5 km hat es eine ‘Cocha’, das ist eine Art See - aber seeeehr warm (der obere Meter), braun und herrlich, ungefähr so wie Badewanne ?!

Reisetag, Sonntag, 13-11-11:

um 8:50 ging der Flieger von Arequipa nach Lima. Da sitze ich nun im Flughafen-Starbucks und warte die letzte Stunde auf meinen Urwaldflieger !.

In der Zwischenzeit habe ich in der Innenstadt Pedro kennengelernt, seitdem bin ich um 15 Soles ärmer, dafür um ein gebrauchtes Wörterbuch und eine Erfahrung reicher, weiß nun, dass er einen Monat in Deutschland war, und dass er alte Peru-Banknoten verteilt. Das ist doch 'was ?!

Um 17 Uhr geht es dann weiter.

Inzwischen habe ich einen ersten Entwurf des Flyers für unsere OPC: Optica Precisa Cusco... 

12-11-11:  

 

30° C

haben wir hier so,

und was habt Ihr so ?

 

;-)

 

der 11-11-11  war wieder ein randvoller Tag:

"jetzt weiß ich alles !!"

 Wer kann das schon sagen ?

 Diesen Eindruck habe ich von heute:

Ein Besuch im Espiritu Santu, einer Poliklinik in Arequipa, bei meinen Optiker-Kollegen Leonard und Cesar. Sie arbeiten mit sehr viel Erfindergeist ! Großes Kompliment !

mit dem Direktor Victor Bernal konnte/durfte ich 2 Stunden sprechen - ich habe sehr viele Infos bekommen - und darf auch Ihnen ein bißchen helfen.

einen leckeren Capuccino auf den Terrassen im Stadtzentrum von Arequipa - was fehlt ?

und am späten Nachmittag gingen wir Fassungen einkaufen, und bekamen noch viiiele Infos über Geräte-Maschinen-Werkzeuge ! Ich bin happy !! (was einen Mann halt so glücklich macht ! - das verstehen nur Männer, ich weiß)

2 Freunde, deren Blutgruppe "AO" ist: die Augenoptik 2 Freunde, deren Blutgruppe "AO" ist: die Augenoptik

10.11.11:  heute morgen war ein Besuch bei einem peruanischen Augenarzt (der gestrige ist ein amerikanischer) - ist aber leider geplatzt, weil nun sein Vater gestorben ist. Hm. Schade. Nun, wir haben die Gegend gesehen - und seit heute ist für mich auch klar, in welchem Stadtteil wir unseren Laden und Ausbildungswerkstatt aufmachen werden:

OPC - Optica Precisa Cusco wird er heißen.

Und ich bin sehr zuversichtlich, dass 'der Laden laufen wird' - und dass er gut laufen wird.

Auch vieles andere wurde mir heute klarer und habe es formuliert und unserem Partner 'auf den Weg gebracht'.

Vorhin im Flieger war ich am Entwerfen eines Logos.

Mit Americo hatte ich heute morgen noch eine gute Stunde - inzwischen sind wir Freunde geworden.

Nun sitze ich bei Freunden in Arequipa - der Familie unserer Gastschülerin von Sarina. Das ist schön und praktisch !

9-11-11  -  mein letzter Tag in Cusco:

* Brille abholen - sie ist gar nicht mal so schlecht, wie ich vermutet habe, aber ich möchte nicht, dass bei uns die Brillen so 'rausgehen'. Gehen sie auch nicht. Versprochen ! ...ungenaue Refraktionswerte, keine PD gemessen, nicht angepasst, sehr unpersönliche Atmosphäre...-aber: hatte ich nicht ne andere Glasart bestellt ??

* kurzer Besuch bei TOP SA, dem (einzigen) peruanischen Gläserlieferant, Gespräche über Partnerschaft, Informationen über weitere Hersteller und Lieferanten von Maschinen und Geräten, Weiterbildung, Konditionen. Ich hoffe auf Post (@).

* Probekofferpacken: ich bin mit zwei Koffern losgereist, habe einiges im Hospital gelassen, und habe nun auf 1 reduziert. Ich bin stolz: alles drin !! Das hätte mir meine Frau nicht geglaubt !! (ich muß lediglich 2 Paar Schuhe da lassen)

* heute abend dann war noch relativ kurzfristig ein Treffen mit einem weiteren Augenarzt im Süden der Stadt - das war auch nochmals ein Erlebnis, nein zwei: das Gespräch war sehr gut und richtungsweisend (wo wir unseren Laden haben sollten) und dann bin ich doch -etwas Hals über Kopf- in so einen Klein-Bus reingeraten, unter lauter Peruanern. Krass und irgendwie schön:

Fühl mich wohl als Gringo - geht nicht anders, aber ich bin ja auch für sie.

* wer gerne über die Eigenheiten eines anderen Landes schmunzelt, für den gibt es Peru curioso

8-11-11:  LISTO ! - das heißt soviel wie 'fertig': ich habe meine '1. Mission' abgeschlossen.

Americo ist soweit 'ausgebildet' und (etwas) routiniert, um Augen ausmessen zu können. Für die meisten aller Fälle hat er nun das 'Handwerkszeug':

- einen Überblick über die typischen Gruppen der Fehlsichtigkeitenein

- einige Richtlinien

- ein automatisches Refraktometer

- und die Augenärztin als 'Notnagel' - oder Email-Kontakt zu mir.

Starten wird die Augenklinik im Januar mit den letzten Einweisungen, und für die Patienten sind die Pforten ab 1.Februar geöffnet.

Americo freut sich sehr und hofft nun, dass er ein geeignetes Haus für seine Familie findet.

 

Natürlich fehlt ihm das Studium der Augenoptik (nach deutschem Verständnis) - jedoch nicht nach peruan. Verständnis. Er wird besser sein als viele Optiker in Cusco.

Mo, 7.11.11 - mein zweitletzter Tag hier in Curahuasi/Hospital Diospi Suyana, und wieder viiiel drin:

+ wir machten eine Augenglasbestimmung, und eine Brille - da war noch einiges technisches drin: einige Tipps zum besseren, schnelleren und genaueren Arbeiten. Eigentlich waren mehr Leute 'angemeldet' - wir rechnen morgen mit einem starken Refraktions-Tag !

+ Dann Dinge zum Ablauf, es kam ein 'Geschenk' eines Optikers an - die Hälfte davon ist vielleicht gut gemeint, aber Abfall. Man kann eben in einem Entwicklungsland auch nicht alles brauchen, was in Europa auch keiner mehr will (...) !!!

+ Americo durfte ich heute mitteilen, dass er eine feste Anstellung hat. Es ist definitiv. Er hat sich riesig gefreut: ab 1.1.2012.

Nun wird er hier ein Haus zu mieten suchen. Normale Preise für ein komplettes Haus sind umgerechnet 80 EUR/Monat. (möchte jemand umziehen ?? - ich glaube nicht !!)

+ Heute kam nun auch mein Urwald-Ticket an (ich fliege mit STAR PERU) - Danke, Matze !!

+ Nun (18 Uhr) gehe ich noch zu einer Peluqueria - einem Frisör hier in Curahuasi. Ein Vorher-Foto hab ich schon gemacht. (...) Der Schnitt dürfte hier sehr günstig sein.....bestimmt ziehe ich in Zukunft aber wieder meine eigene Frisuse vor !

+ Heute morgen sind wir -eine Quechua-Dame und ich- eingehakt nach Curahuasi gekurvt. Sie hatte mit den Kurven kleine Probleme, weil sie in der Mitte sass: sie schwankte jedesmal kritisch hin und her. Ich hoffe nicht, dass Suse damit ein Problem hat (!!): sie war um die 85.

 

Mo, 7.11.11 - mein zweitletzter Tag hier in Curahuasi/Hospital Diospi Suyana, und wieder viiiel drin:

+ wir machten eine Augenglasbestimmung, und eine Brille - da war noch einiges technisches drin: einige Tipps zum besseren, schnelleren und genaueren Arbeiten. Eigentlich waren mehr Leute 'angemeldet' - wir rechnen morgen mit einem starken Refraktions-Tag !

+ Dann Dinge zum Ablauf, es kam ein 'Geschenk' eines Optikers an - die Hälfte davon ist vielleicht gut gemeint, aber Abfall. Man kann eben in einem Entwicklungsland auch nicht alles brauchen, was in Europa auch keiner mehr will (...) !!!

+ Americo durfte ich heute mitteilen, dass er eine feste Anstellung hat. Es ist definitiv. Er hat sich riesig gefreut: ab 1.1.2012.

Nun wird er hier ein Haus zu mieten suchen. Normale Preise für ein komplettes Haus sind umgerechnet 80 EUR/Monat. (möchte jemand umziehen ?? - ich glaube nicht !!)

+ Heute kam nun auch mein Urwald-Ticket an (ich fliege mit STAR PERU) - Danke, Matze !!

+ Nun (18 Uhr) gehe ich noch zu einer Peluqueria - einem Frisör hier in Curahuasi. Ein Vorher-Foto hab ich schon gemacht. (...) Der Schnitt dürfte hier sehr günstig sein.....bestimmt ziehe ich in Zukunft aber wieder meine eigene Frisuse vor !

+ Heute morgen sind wir -eine Quechua-Dame und ich- eingehakt nach Curahuasi gekurvt. Sie hatte mit den Kurven kleine Probleme, weil sie in der Mitte sass: sie schwankte jedesmal kritisch hin und her. Ich hoffe nicht, dass Suse damit ein Problem hat (!!): sie war um die 85.

 

Heute, 6.11.11 war bei mir Sonntag.

Mit etwas Kopfweh - Höhenumstellung (wobei echte Höhenkrankheit hier häufig vorkommt, bis hin zur Unfähigkeit, den Körper zu steuern) - war ich heute morgen im Gottesdienst der Iglesia-Gemeinde, deren Leiterin diese Frau Maja Datwyler ist. Es ging sehr lange, aber hat mich sehr berührt.

Ich bestieg den 3.500er der Stadt:

Heute besuchte ich also den 'Cristo Blanco', der seine Hände segnend über Cusco ausbreitet. In Rio de Janeiro hat er einen Kollegen...

Zum Glück ist unser Christus nicht nur auf diesen Bergen, sondern in uns. Natürlich kreisen die Gedanken immer noch um alle möglichen Fragen, aber es kamen zumindest keine neuen hinzu, und ich machte mir nun auch keinen Druck, diese aufzufädeln.

Morgen früh um 7 Uhr: Treffen am Taxistand nach Curahuasi.

5.11.11:  es ist mir ja schon fast peinlich, zu berichten, dass es wieder viele gute Neuigkeiten gegeben hat...:

Die feste Zusage für die Partnerschaft kam gestern vom Verein 'OIKOS', Cusco.

Das heißt, wir können starten !! ...bin ich nun froh oder schwerer ? Ich beschließe: unendlich froh über alles, was sich nun ereignet hat !! DANKE !!!

 

Nun beginnt die konkrete Arbeit:

welche Eignungsteste werden wir bei der Bewerbung aufstellen, welche Räumlichkeiten werden wir wollen/bekommen, welche Partnerschaften werden noch eingehen, heute kam übrigens noch eine weitere Anfrage eines Augenarztes auf mich zu/ wie selbständig dürfen wir als deutsche Optiker arbeiten ?/welche Konkurrenz-Situation schaffen wir da - müssen wir uns warm anziehen ?/...

... weitere Gespräche einfädeln,

... Optiker-Equipment-Lieferanten aufsuchen,

vorhin suchten wir noch den Gläserlieferanten Peru's auf (es gibt nur einen !!),

nun hab ich zig Infos mehr, die ich schon lange suchte,

... welche Zusatzausbildungen gibt es dann für die erfolgreichen Abgänger (außer dann bei einem Optiker zu arbeiten) ?

... mache ich auch noch einen Fernkurs als 'Optometra' - würde mich reizen !

 

>> aber ich fühle mich doch sehr gestärkt in meinem Unterwegssein - bin bisher nur auf Bestätigungen und 'Bienvenidos' gestoßen <<

(wann kommt der Gegenwind ? - ich bin schon darauf gefasst !)

 

Übrigens werden wir den 'Traum' umformulieren:

es wird keine Optiker-Schule werden,

sondern ein Optikergeschäft mit Trainingscenter ('curso basico de opticos') - wir brauchen für das Kind noch einen Namen, der möglichst vielsagend ist...

 

- -- -- --

 

Heute hatten wir (Americo und ich) bis 13 Uhr gebüffelt (Zylinder-Umrechnungen und ne Refraktion), sind dann in Bestzeit (...!!) die Pass-Straße nach Cusco zurückgefahren, haben dann noch den Gläserlieferanten besucht, etliche Emails geschrieben, Emailanfragen beantwortet und selbst Anfragen gestellt - und nun ist es auch schon halb acht... - Zeit zum Abschalten ? Ich hoffe, es geht.

 

DANKE für alles Drankdenken, alle Emails und alles Mitgehen !! Das gibt Energie. Mucho !

4.11.11:  der Tag der Augenglasbestimmungen -

eigentlich wieder ein Tag, über den ich hoch zufrieden sein kann ! Wir bekamen glücklicherweise viele Mitarbeiter des Hospitals, an denen wir üben konnten ! Ich bin zuversichtlich, dass Americo das packt: er ist intelligent, hat eine große Liebe und Verständnis für die Augenoptik, arbeitet gewissenhaft und ist bestimmt der richtige Mann hier, zusammen mit seinen Landsleuten ! Super, wenn alles so positiv zusammenläuft !

3-11-11:  ich bin sehr sehr glücklich, dass Americo hier arbeiten wird !

 

Wir waren heute im ganzen Hospital unterwegs - und er fühlt sich sichtlich wohl hier. Er bekam schon viele Kontakte, was auch wichtig ist, um für sich und seine Familie hier ein Haus zu finden.

Wir wurden offiziell in der morgendlichen Andacht vorgestellt - und er wird hier sicherlich einen sehr guten, d.h. bestätigenden Start haben.

 

Nach dem Sauber-Machen checkten wir vielerlei Dinge in der Werkstatt, im Lager und im Laden, klärten Bestell- und Lieferwege ab, überprüften den Lampenvorrat für die Messgeräte, suchten Favoriten bei den Fassungen, tüftelten an einer Lösung für Formscheiben weiter - und 'unterhielten' uns über die Augenglasbestimmung. Einige theoretische Grundkenntnisse finde ich doch wichtig. Leider waren nicht alle Vokabeln 'an Bord', aber mit jeder Stunde wird es besser.

 

Es ist einfach besonders und schön, sich an einem ganz anderen Platz auf der Welt richtig zu fühlen ! Und da fallen mir einige Stationen auf diesem Weg ein: meistens waren es Gedanken, die mich aus der ach so kuscheligen Komfortzone lockten. (so hat jeder seinen Spleen, oder ?)

 

2-11-11:   Heute stand auf dem Plan: erstmal in Cusco auschecken, dann den "Curso de Refraccion" erstellen, mit allen Skizzen, auf pdf konvertieren und dann wollte ich sie dann in der Innenstadt ausdrucken (lassen) - was sich dann als zu teuer herausgestellt hat. Nu denn, bestimmt finde ich morgen einen freundlichen Menschen hier im Hospital.

 

Mittlerweile bin ich also wieder in Curahuasi. Es war die schoenste Taxifahrt: fast vorne, in der Mitte, mir wurde nicht schlecht, es war ruhig im Auto (keine Musik !! - gibts fast nicht !!) und hab die Gegend mal so richtig geniessen koennen.

 

Morgen frueh gehts los: alle Kontakte abklappern (Mitarbeiterausweis, Schluessel abholen, pdfs ausdrucken, unseren Kontaktmann fuer die Glaeserbestellungen sprechen), dann in der Werkstatt kurz sauber machen und die ersten Lektionen mit Americo angehen.

 

Einen Heisswasserkocher habe ich in Cusco schon gekauft - und natuerlich auch einen guten Instant-Kaffee... es muy importante...

1.11.11:  eigentlich Feiertag, aber trotzdem haben die Läden geöffnet - und ich hab mir die Brille bestellt ! Bin gespannt, was es wird ! (für die Kenner: mein Augenabstand war nicht von Interesse, et al...) Nächsten Mittwoch kann ich sie abholen..

 

Im Bild bin ich (mal wieder pizzaessend) zusammen mit der Augenärztin zu sehen: eigentlich war ein Plaudern geplant - es wurde dann allerdings ein richtiges Arbeitsessen daraus.  Auch recht. Sehr recht sogar !

 

Übrigens war gestern Halloween in der Stadt: gigantische Menschenmassen strömten durch die Strassen der Innenstadt, die Kinder waren verkleidet und gingen mit Plastikkürbissen hausieren.. Heute ist nun alles etwas ruhiger. Ziemlich ruhiger.

 

Gestern abend traf ich mich nun auch mit Americo, 'unserem' Optiker, einen Abend lang spanisch reden... es ging...es ging nicht....es ging dann doch... immer mehr.

Ich freu mich, dass er den Job hat: er ist gut drauf, auf Zack, hat eine Liebe zur Optik ( wer eigentlich nicht ?? ) und freut sich riesig auf die Herausforderung im Hospital. Er wird mit seiner Familie nach Curahuasi umziehen - d.h. er macht 'ganze Sache' !  Bueno !!! Muchas Gracias Senior !

Montag, 31.10.2011:  ich "tappe" vom Traum zur Wirklichkeit:

das Gespräch mit der möglichen Partnerin für die Optikerschule in Cusco scheint kein Traum zu bleiben.

Unfasslich, deshalb der Eindruck vom 'Tappen'. Was der Himmel hier alles schon eingefädelt hat !

Danke !! und allen, die hier Mittragen !!

 

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Gerade wollte ich mir eine Brille kaufen. Ehrlich. Es gab gestern ein Angebot für ungefähr 30 EUR. Heute stellt sich nun heraus, dass ich zu starke Gläser habe, und ich nun das Doppelte bezahlen müßte, mit Entspiegelung das 4-fache. Da bleib ich doch lieber bei meinem Optiker in Deutschland.  ;-)

 

Für mich und meine 'Mission' ist das ein klares Signal: durch unsere Struktur können wir für weniger als 7 EUR eine Brille ausmessen und anfertigen.

 

Sonntag, 30-10-2011:

es gab wieder einige ‘Bausteine’ meiner ‘Missionen’:

 

* Ein Treffen und Kennenlernen der eventuellen Partnerin

hier in Cusco. Diese Frau ist ein Energiebündel und ein herzensguter Mensch: Fremde sind ihr (auch) wichtig und sie verhält sich sehr wertschätzend. Mich beeindruckte, wie sie den Taxifahrer behandelte. Stark.

Sie ist Ärztin, Gemeindeleiterin, Dozentin - und trotzdem dass heute nacht ihre Mutter gestorben ist, geht sie mit einer Liebe und mit einer Power raus.

Eine starke Frau.

Wir beide hoffen morgen auf einen Gesprächstermin mit einem Augenarzt. Dieses Treffen sollte diese Woche stattfinden, denn am Wochenende wird sie dann zur Beerdigung in die Schweiz fliegen.

 

* Dann bin ich wieder aus der Jugendherberge ausgezogen. Liegt es am Alter, oder an dem, was ich vorhabe ? Bestimmt an zweiterem. ;-) Nun bin ich bei Nonnen untergebracht, in einem ruhigen Einzelzimmer und kann meine Pläne in aller Ruhe schmieden und selber entscheiden, wann das Licht ausgemacht wird und ‘aus’ bleibt. Die Damen sind ganz schön auf Zack: hier hab ich WLAN !

 

* Nun hat sich auch geklärt, dass ich mich morgen mit Americo treffen werde - ein Treffen, bei dem ich meine ganzen Spanisch-Kenntnisse auftischen werden (muß). Wir werden u.a. besprechen, wie wir dann nach Curahuasi fahren und übernachten werden.

 

* Außerdem hab ich nun kostenlos eine peruanische SIM-Karte versprochen bekommen, die ich mir morgen bei einem Meeting-Point irgendwo in Cusco abholen sollte.

 

Übrigens hab ich von dem Erdbeben nichts gespürt - falls sich jemand Sorgen gemacht hat. (Es war immerhin Stärke 6 !) Es gibt auch keine Schäden hier, zumindest hört man sieht und nichts davon. Am 1.11.11 hab ich eine Pressemitteilung entdeckt, wen's interessiert, klickt hier.

 

Morgen werde ich auch losgehen und mir zwei Brillen bestellen. Darauf bin ich schon seeeehr gespannt !!

 

Wem soll ich noch eine mitbringen ? (neinnein, das war jetzt nur ein Spass !!)

die Kathedrale von Cusco die Kathedrale von Cusco

29-10-11:  Nun bin ich schon wieder zurück von meinem Trip nach Curahuasi (das Städtchen, in dem das Hospital Diospi Suyana ist) - mit vielen guten Begegnungen und sehr zufrieden !

Die Werkstatt, Laden und Refraktionsbereich steht noch ;-)  - allerdings total eingestaubt, und das wird auch bis zum Start Anfang 2011 nochmals so werden... aber ich konnte schon mit dem Allround-Techniker des Krankenhauses ein paar Dinge besprechen, die mich weit nach vorne brachten.

Also war ich schnell fertig mit meiner Bestandsaufnahme und konnte mit anderen mit einem ordentlichen Taxi zurück nach Cusco fahren.

Dort habe ich mir die Kollegen angesehen - krass, was es alles gibt. Das könnten wir uns in Blaufelden nicht leisten. Wir würden nächste Woche schließen.

Fazit des Tages: es läuft besser als geplant ! Ein dickes DANKE an den Himmel und an alle, die an mich denken !!!

Die dünne Luft auf 3.300 Metern Höhe macht mir dann doch immer wieder zu schaffen, wenn es um größere Höhenunterschiede geht...aber dicke Luft ist ja auch nicht so toll ;-)

28-10-2011:  ich bin da !

Nach 36 Stunden unterwegs sein, und mit schon so einigen dollen Suedamerika-Erfahrungen...:

Zum Beispiel wollten einige Bekannte und ich dann von Cusco aus nach Curahuasi (Krankenhaus) fahren - die Polizei kontrollierte aber diese Strecke und alle Taxifahrer hatten Muffe. Grund: die meisten haben weder Fuehrerschein noch Kfz-Schein.  (...)

Schliesslich hatten wir doch ein Taxi gefunden.

("Wir": das waren mittlerweile 2 deutsche Aerzte und ein Optiker plus 10 Peruaner und ein Hund.)

An der naechsten Kontrolle stellte sich aber heraus, dass auch er keine Papiere hatte. Sie wollten uns nicht weiterfahren lassen. Zum Glueck hatten sie "uns": ich hatte meine Bescheinigung vom SES dabei - und mit dieser wurde dann die ganze Fahrt legitimiert. Puh !

Nach 2,5 Stunden kurvige Passstrassen ueber 4.000 m hoch war dann auch der Magen soweit spuerbar.

Schliesslich kamen wir dann um 7 Uhr an.

Nun hoffe ich auf eine gute Nacht (Deutschland schlaeft schon feste: es ist bei "Euch" gerade 4:43 und der 29.10.2011,

und werde dann die Werkstatt und den Laden im Hospital checken, was alles einzukaufen ist und dann diesen Weg wieder zurueck nach Cusco.  ;-)

 

28-10-2011:  ich bin da !

Nach 36 Stunden unterwegs sein, und mit schon so einigen dollen Suedamerika-Erfahrungen...:

Zum Beispiel wollten einige Bekannte und ich dann von Cusco aus nach Curahuasi (Krankenhaus) fahren - die Polizei kontrollierte aber diese Strecke und alle Taxifahrer hatten Muffe. Grund: die meisten haben weder Fuehrerschein noch Kfz-Schein.  (...)

Schliesslich hatten wir doch ein Taxi gefunden.

("Wir": das waren mittlerweile 2 deutsche Aerzte und ein Optiker plus 10 Peruaner und ein Hund.)

An der naechsten Kontrolle stellte sich aber heraus, dass auch er keine Papiere hatte. Sie wollten uns nicht weiterfahren lassen. Zum Glueck hatten sie "uns": ich hatte meine Bescheinigung vom SES dabei - und mit dieser wurde dann die ganze Fahrt legitimiert. Puh !

Nach 2,5 Stunden kurvige Passstrassen ueber 4.000 m hoch war dann auch der Magen soweit spuerbar.

Schliesslich kamen wir dann um 7 Uhr an.

Nun hoffe ich auf eine gute Nacht (Deutschland schlaeft schon feste: es ist bei "Euch" gerade 4:43 und der 29.10.2011,

und werde dann die Werkstatt und den Laden im Hospital checken, was alles einzukaufen ist und dann diesen Weg wieder zurueck nach Cusco.  ;-)

 

26-10-11  ich denk, dass ich alles hab, was ich brauch.

Den Koffer hab ich auch zugebracht, und die Reise kann losgehen.

Ich bin sehr froh an meinem guten und starken Mitarbeiterteam ! - so kann ich beruhigt losziehen.

Ein paar Reisedaten:

Start ist am Freitag um 13:30 Uhr von Blaufelden nach Steinach, Zug/ICE nach Frankfurt, um halb acht geht der Flieger nach Madrid, heute nacht um 2 Uhr nach Lima (12 h Flug), dann um 10 Uhr (Ortszeit; =minus 7 Std. - ab Sonntag: minus 6 Std) nach Cusco, und dann mit dem 9-Sitzer durch/über die Anden (4.000 m).

Ankunft: in 35 h bin ich dort ! Hoffen wirs. ;-)

25-10-11:  8:40 Uhr ein guter Anruf von Herrn Scheich:

wir werden voraussichtlich einen guten 'Sponsor' für das Gehalt des Ausbilders im ersten Jahr haben !

Schön, wieder eine Bestätigung !

24-10-11, 22:25 Uhr: Zweitgepäck packen und als weiteres Gepäckstück bei IBERIA anmelden: Druckerpapier, Brillenfassungen, Feilen, Medikamente, Aufkleber, Ersatzlampen, Handbohrmaschine... -  und diesen Blog weiterschreiben :-) 

23-10-11  und wieder: das Wörterbuch weiter abschreiben, um sie auf mp3 zu bannen, um die Warte- und Reisezeiten aktiv nutzen zu können - immerhin bin ich überübermorgen 30 h unterwegs. Da könnte man jede Menge lernen...

22-10-11:  elektronische Anmeldung bei der peruanischen Botschaft, damit ich dort bekannt bin, falls es irgendwelchen Probleme gibt,

einen ersten Folder entwerfen, mit dem ich dann in Cusco vorstellig werden kann: wie kann diese Optikerschule aussehen ? Welche Finanzierungsmodelle gibt es, welche Ausbildungs-Laufzeiten könnten sinnvoll sein, welche Bedeutung und welche Verantwortung kommt auf den peruan. Partner zu, welche Logistikwege können bestritten werden, aus welchen Landesteilen werden diese Leute kommen, in welche wieder gehen, werden sie bei einheimischen Optikern Arbeit finden - oder sich gar selbstständig machen (jedes Land lebt von den Unternehmern (!!!) ), wie können diese in die Selbstständigkeit finden usw....

21-20-2011: 

- Der Hospitations-Termin in Arequipa steht: ich werde in einer Poliklinik einen Tag zuschauen, wie 'der Laden' läuft - insbesondere natürlich die Augenoptik. Kurze Info zur Größe: normalerweise kommen 1.000 Personen (meist arme Menschen) zur Behandlung.

Vielleicht lassen sich auch Geschäftsbeziehungen einrichten.

- Der Termin mit dem Augenarzt in Cusco steht.

- Der erste Entwurf des Flyers: 'Konzeption einer Optikerschule in Cusco' ist fertig.

20-10-11: Der Ausbilder hat zugesagt !! 

Wie aus Träumen Wirklichkeit wird ... eigentlich unfasslich.

Danke, Danny !!

 

19.10.11:  Die beiden Vereinsvorsitzenden des Entwicklungsdienstes Augenoptik Egon Scheich und Gudrun Sattur reisen extra aus Passau und Stuttgart an, um über die Idee einer Optikerschule in Peru zu sprechen. 2,5 Stunden intensives und beratendes Gespräch und das Konzept steht.

Das nenne ich Engagement: keine Kosten, Zeit und Mühen gescheut, um das Ziel zu erreichen: dass arme Menschen durch die Augenoptik in Lohn und Brot gesetzt werden.

Mit diesem Konzept in der Tasche reise ich in 1 Woche los und konfrontiere meinen Partner in spe.

Bin gespannt, was passiert.

18.10.11.:  Mein Fernsehen

sieht so aus: mit dem inneren Auge in eine 12.000 km weite Entfernung und in die Zukunft sehen (wollen). Das fasziniert und fesselt mich.

17.10.11:  weitere Abschnitte meiner Reise stehen nun klar vor dem inneren Auge und manche Dinge sind gebucht - das beruhigt.

Vorerst, denn es kann ja sein, dass alles anders kommt.

Solange war ich schon mal beruhigt und locker...

15-10-11  E-Learning-Meeting in München

Treffen mit Danny Schlicke (Augenoptikermeister und staatl. geprüfter Augenoptiker, München) Martin Sauerbrey (Drehbuchautor aus der Schweiz),

um einen Tag lang ein Novum abzuklären:

kann man augenoptische Lehrinhalte nicht auch per interaktiven pdfs darstellen ? Martin's Antwort lautet: 'Ja, man kann ! Es dauert allerdings sehr lange, bis 1 Seite erstellt ist, auf der man dann einen Videoclip per Schieberegler vor- und zurückspulen kann. Ist aber eine geniale Sache, weil mit ein paar Klicks die Sache klar ist.

Bei Gelegenheiten gibt's mal ne Kostprobe.

14-10-11:  Peru ist nicht nur Anden und Hochland. Peru ist auch Urwald. Die Entscheidung über meinen Urwald-Aufenthalt ist gefallen: ich werde wohl in diesem Dorf 2-3 Tage bleiben, um die Gegenheiten vor Ort mit 'dem Traum' abzugleichen, die nahegelegene Stadt auf 'Augenoptik' filtern und meinen Reisebericht schreiben.

13-10-11 spanisch lernen, diesmal: Wörter rausschreiben. Um kurz vor Mitternacht muß ich mich dann doch losreißen: spanisch fesselt mich. Eigenartig.

 

und am 8.11.11 bin ich auf der Suche nach einem Wörterbuch deutsch-latino, weil  ich gemerkt habe, dass ich viele falsche Wörter gelernt habe. Hat jemand eine Idee ?? Dafür wäre ich sehr dankbar !!

12-10-11:  die Arbeit am Mittwochnachmittag: planen. Jugendherbergen, Flüge, Email-Anfragen, sortieren, was kann man einfädeln, wann bin ich wo,...  -  wieviel kann man planen, besonders, wenn man in Südamerika ist ?  (...) 

Eigentlich bin ich deutsch: ich hätte alles gerne fixiert...

Jedoch machte ich letztes Jahr die Erfahrung, dass sich sehr vieles sehr spontan ereignet (oder auch nicht).  Und zum Schluß war es dann doch sehr gut.

 

10.10.11:  Das Wetter in Cusco sei grauenhaft, ich solle mir 'was Warmes mitbringen... - so eine Email direkt aus Peru.

 

Die Zimmerbuchungen laufen, und weitere Termine werden wohl heute und morgen fixiert. Trotz Muswiese  ;-)

aktuelles Wetter... aktuelles Wetter...

 

9-10-11:

(zu) früh aufgewacht und mich drangemacht,

einen Refraktions-Kurs zu erstellen, um Americo in diese ‘Künste’ einweisen zu können.

 

---

 

Für alle, die die finanziellen Kosten dieses Abenteuers interessieren:

 

die Flüge und Fahrten übernimmt der SES in Bonn: das ist eine Stiftung, die Entwicklungsarbeit in entsprechenden Ländern mit bestimmten Zielen unterstützt und mich quasi begleitet: ich bin in Lima bei der peruanischen Handwerkskammer registriert, und beim deutschen Konsulat, und für die größten Sachen versichert.

 

Unterkunft und Verpflegung hat eigentlich das Projekt zu tragen.

 

Und noch ne Info zu meiner ‘Mission’:

 

diesmal sind es 2 Ziele:

 

1.)

möchte ich, dass die Arbeit im Hospital erfolgreich starten kann, und diese Nachhaltigkeit unterstützt der SES. Dazu gehört die Einweisung des Optikers in seine Arbeit, sowie das Equipment bereitstellen, damit die Arbeit zum Wohl der armen Bevölkerung gut ablaufen kann.

2.)

gehen die Gedanken weiter in Richtung

‘Multiplikation der Augenoptik’:

 

- was ist, wenn Americo ausfällt oder überlastet ist ? Wir suchten Optiker und fanden keine: es gibt keine Ausbildung zum Optiker in Peru.

- also sollte es ein ‘Ausbildungszentrum für Optiker’ geben.

>>> und darum gibt es in der nächsten Zeit viele Gespräche:

> wie kann ein solches Projekt gut starten und nachhaltig sein ?

> gibt es einen peruanischen Partner ? (wichtig für den SES, und damit für die Finanzierung)

> gibt es irgendwelche Strukturen, die man nützen kann ?

> wie kann die praktische und theoretische Ausbildung funktionieren ?

Die Kosten für das zweite Ziel übernimmt der SES noch nicht, aber es ist relativ eingebettet in mein Ziel Nr 1.

8.10.2011: Email von Frau Maja Datwyler, eine Ärztin, Dozentin, Missionarin, Gemeindeleiterin, Sozialarbeiterin (war das schon alles - ?):

sie kümmert sich bereits sehr intensiv um mein Anliegen - ich bin von den Socken !

Sie wird nächste Woche schon Gesprächstermine mit einem Augenarzt ausmachen, in dem wir bereits eine Zusammenarbeit konzeptionieren.

 

Samstagabend: nun bin ich 'on', um bereits Hostels online zu buchen für Termine,

die schon klar sind. Spannend !! und schön !!

 

Eigentlich komisch: man hat einen gedanklichen Plan - und irgendwann steigt man tatsächlich rein, erlebt ihn live und es ist, als wäre es schon Realität gewesen. Dabei war doch alles noch gar nicht greifbar. Kennen Sie dieses 'Befinden' ?

 

 

6.10.11:  Die Flugdaten sind klar !

Abflug in Frankfurt ist am Donnerstag, 27.10.2011 um 19:20 Uhr via Madrid - Lima und am Freitagmittag (incl. 7 h Zeitverschiebung) bin ich dann Cusco.

Rückkehr dann am 19. November, abends, auch wieder in Frankfurt.

 

5-10-11:  seit gestern ist es klar, dass ich sicher Ende des Monats nach Perú fliege ! Das bedeutet Entspannung, was diese Unklarheit betrifft,

und viel Spannung, was die einzelnen 'Bausteine' meiner Reise betrifft.

 

Auf dem Bild ist Americo Vargas Castillas zu sehen, der 'unser Mann': der Optiker im Hospital sein wird. Mit ihm zusammen werde ich noch einige Dinge ansehen, besprechen und montieren, damit dann Anfang 2012 die Augenklinik ganz stark starten kann. Im Bild links ist Herr Egon Scheich zu sehen, Vorstand unseres Entwicklungsdienstes Deutscher Augenoptiker.

5-9-2011: Kollege Prix aus Krumbach spendet 4 TFT-Monitore für den Schulungsraum, einen Refraktometer, eine Spaltlampe und andere nützliche Dinge ! Und bringt sie auch noch persönlich nach Blaufelden ! Manche Tage sind wie Weihnachten !!!    DANKE, lieber Kollege ! - und viel Freude und gute Erfolge mit der neuen Ausrüstung !!

25-7-2011: Partner in Cusco gefunden !!

Wahrscheinlich habe ich einen Partner für unser Projekt in Cusco ! Das ist der Hammer. Name und Organisation wird noch nicht verraten, da es noch ganz frisch ist. Eine Email an eine heiße Adresse heute morgen hin - eine prompte Zusage heut nachmittag zurück. Ob dies der 'Himmel' schon eingefädelt hatte ? (!)

21-7-2011:  Der Kontakt mit einem Augenarzt, der einige Zeit in Peru gearbeitet hat, ergab folgende Infos und Denkweisen:

 

- es gibt den Berufsstand des Optometristen in Peru ! Allerdings gibt es davon sehr wenige, laut den paginaamarilla (Gelben Seiten) gibt es aber keine.  Wo sind sie denn ?

 

- nach ausführlichen Recherchen, wieviele Augenärzte es gibt und wieviele Einwohner, bin ich erschrocken, wie schlecht das Land versorgt ist. Sh. Bild unten. Stimmen diese Zahlen - ich hab sie aus den paginasamarillas (Gelben Seiten)

 

- d.h. dass die Menschen gar nicht zu einem Augenarzt gehen können, und wenn sie dort wären, es wahrscheinlich gar nicht bezahlen könnten.

 

Diese Infos geben meiner Intention wieder einen neuen, genauer definierten Rückenwind.

Bundesländer mit Anzahl Augenärzten und Einwohnern Bundesländer mit Anzahl Augenärzten und Einwohnern

15-7-2011: die neuesten Recherchen-Ergebnisse  

- es gibt wohl doch irgendeine Optiker-Ausbildung - aber wie sieht diese denn wirklich aus ??

- mir scheint, dass diese Ausbildung nicht wirklich ausreichend ist....und eine 'Aufbau-Ausbildung' mit anschl. Zertifikat sehr sinnvoll ist

 

- die Brillenglasbestimmung ('Refraktion') darf nur der Augenarzt machen, einen 'Optometristen', wie es sie in z.B. Bolivien gibt, gibt es hier nicht.

 

- läßt sich dieser Berufsstand schaffen ? Dies wäre eine große Herausforderung. Aber vielleicht doch machbar.

Ist wohl mit Gegenwind von den Augenärzten zu rechnen, ist das Land überhaupt mit Augenärzten versorgt ( in manchen großen Städten gibt es keine !! ) ??

Für die Einführung des Berufsstandes 'Optometrista' werde ich mich im Nachbarland Bolivien kundig machen.

13-07-2011:  schlechte Nachricht: die Augenklinik in Diospi Suyana wird erst im Januar starten ... was heißt das ?

12-7-2011:  fast täglich kommt ein Anruf von irgendwo, heute wieder vom SES, wie man denn die Geschichte anpacken könnte. Das gibt die Richtung vor: nach vorne. Und immer wieder viel Sympathie bis hin zu festen Bekundungen: "da mach ich mit !"

Gerade 'nerve' ich die peruanische Rechtsanwältin damit, dass ich erfahren möchte, ob das peruanische Recht vorsieht, 'graduierten Augenoptikern' die Brillenglasbestimmung anzuerkennen. Oder ob man dafür Optometrist sein muß (in Bolivien ist das so). Vielleicht kennt man diese Begriffe auch gar nicht ??

 

Auf jeden Fall ist das Nr. 1:

Die Anerkennung der Brillenglasbestimmung durch ausgebildete Augenoptiker. Sonst brauchen wir gar nicht anzufangen.

 

Jedoch bin ich zuversichtlich. Ich bin auch bereit, beim peruanischen Gesundheitsministerium vorzusprechen, um dieses zu erreichen. (Der Pionier in mir..)

 

Momentan habe ich diesbezüglich mehrere Eisen im Feuer.

 

Die weiteren Gedanken laufen in eine neue, bestimmte Richtung: einen Brillenladen (Augenoptikergeschäft) in Cusco aufzumachen, an dem eine Ausbildungswerkstatt und Schulungsräume angegliedert sind. Wenn möglich, als gemeinnützige Organisation. Aus zwei einfachen Gründen: kleinere Steuerlast und mehr Unterstützung durch die Behörden, bis hin zum Zoll.

 

Jedoch möchte der SES einen peruanischen Ansprechpartner auf dem Papier haben - ob es diesen Weg dieses Mal gibt ?? Kommt Zeit kommt Rat.

 

Meine Mission im Herbst könnte sein:

1.) die Augenoptik im Hospital zu stabilisieren, d.h. Americo zu unterstützen, und evtl. die Ausbildung weiterer Optiker dort zu initiieren.

2.) der Gang zum Gesundheitsministerium

3.) Die Chancen in Cusco erörtern, ein geeignetes Lokal zu finden, Kaufpotential und Kosten abzuschätzen, einen evtl. Umbau anzudenken, die örtlichen Optiker zu erfassen (ich möchte mir eine Brille machen lassen) und evtl.

4.) einen Partner in Cusco zu finden, der uns aktiv unterstützen würde. Vielleicht eine Gemeinde, die bereits diakonisch aktiv ist - ?

 

 

7-7-2011:  Fakt ist: Optiker in Perú dürfen keine Brillenglasbestimmung machen.

Nebenbei: es gibt keine Ausbildung zum Augenoptiker....

 

2. Thema dieser Woche: wer könnte der Träger sein ?

... oder benötigen wir doch einen Optikerladen (in Cusco z.B.)

 

---

 

Also: zuerst mal 1.) recherchieren:

wie können wir das Recht zur Refraktion erlangen ? Ist im Herbst ein Gang zum Gesundheitsministerium angesagt ?? Gibt es Personen in Perú, die dies einfädeln könnten ?? (In Bolivien dürfen die 'Optometristen' refraktionieren ... )

 

Ich hoffe doch sehr, hier einen Vorstoß für Perú erreichen zu können !! ...hätte aber nicht gedacht, dass es diesen Umfang annehmen würde. 

 

---

 

Von deutscher Seite bekomme ich fast jeden Tag Rückenwind, am Di war auch nochmals ein sehr erbauliches Gespräch mit SES, die diese Arbeit sehr unterstützen. Das ist super !!

 

 

30-6-2011:  In Arequipa gibt es die ambulante Polyklinik 'Espiritu Santo' - ein Apotheker aus dem weiteren Umkreis von Blaufelden betreut dies mit Materialien, und wir (EDA) schicken immer wieder viiiele Brillenfassungen dorthin, und meine Materialien könnten auch in die Container. Allerdings nur bis Arequipa. Immerhin: die Hürde 'Zoll' wäre geschafft. So das Angebot des Apothekers. Rückenwind.

29-6-2011: der SES ruft an, ob sie für dieses 'Folge-Projekt' etwas helfen und finanzieren könnten ! Rückenwind !! 

24-6-2011: Wieder gibt es ein paar Schritte zum Ziel:

* ein Telefonat mit dem SES in Bonn, ob sie schon mal ähnliche Projekte gefördert haben. Nicht alle Fehler muß man zweimal machen....

 

* die Rechtsanwältin aus Lima habe ich nun konkret gefragt, welche Rechtsform die Schule haben sollte, sie recherchiert gerade und

 

* welche Rechtsform die Schulabgänger haben könnten. Etwas problematisch könnte die Brillenglasbestimmung werden...vamos a ver (wir werden sehen)

 

* Anfrage an den peruanischen Gläserlieferanten (in spanisch !!!) ob sie denn auch augenoptische Maschinen und Brillenfassungen liefern könnten.

 

* heute abend Treffen mit dem Freund aus der Schweiz, der sich um die E-Learning-Angelegenheit kümmert und sich hier mächtig ins Zeug legt.

 

Es ist schön, wenn man alles so ohne Zeitdruck abklären kann, und locker bleiben kann. Und wenn man den Eindruck hat, es wird zum Greifen nah !

16-6-2011  manche Uhren gehen langsamer: wahrscheinlich wird 'mein' Optiker Americo erst im Herbst beginnen, denn dann sind wohl alle Leute und Geräte dort. Am liebsten würde ich etwas am Rad drehen (...)

 

Jedoch gibt es immer wieder neue Kontakte: heute telefonierte ich mit dem geistlichen Leiter der Polyklinik in Arequipa. Diese wollen ein Ausbildungszentrum bauen - vielleicht kann auch die Ausbildung zum Augenoptiker da rein ??

28-5-2011  Die Gedanken werden immer konkreter...  (www.mueller-brille.de/html/traum.html). Zugleich auch: ob Americo es wohl schafft, relativ ungeübt, ohne Refraktionserfahrung, gleich selbstständig die Augenoptik im Hospital zu führen. Ich rechne mit einer Auftragsflut, der er wahrscheinlich nicht gewachsen ist.  ???

Mai 2011: Gespräch mit einem Freund, der in Malawi (Südostafrika) eine Optikerwerkstatt aufgebaut hat, Auslandssemester von Studenten arrangiert und die augenoptische Versorgung 'in Schuß' hält. Ich erfuhr afrika-typische Erlebnisse (...).

Americo mit Egon Scheich in Cusco Americo mit Egon Scheich in Cusco

Anfang Mai 2011: der Email-Kontakt mit Americo Vargas Castilla ist hergestellt und er befindet sich in den Startlöchern, um in Diospi Suyana Brillen herzustellen. Es ist ein schöner Kontakt. Zum Glück versteht er mein Holper-Spanisch, denn 'mit Händen und Füßen' is nich: sonst müßten wir skypen....

Januar 2011: es ist klar, dass es nichts gibt:

keine Augenoptiker-Ausbildung, keine Schulen, keine Lehrbücher.

 

Darum auch die unterdurchschnittliche augenoptische Versorgung.

 

Ist das nicht Motivations-Kick genug - ??!!

Ab hier folgt das Tagebuch meiner Reise im Jahr 2010:

20.11.2010: Ich habe nun den schönsten Platz auf der Welt gefunden: er ist neben meiner Frau !!

Übergewicht Übergewicht

19./20.11.2010: Heimreise mit schwerem Gepäck: mein Koffer bekam den Anhänger 'HEAVY' - dass die Geschenke und dreckige Wäsche so schwer sein können... ;-)

 

Wir kamen pünktlich am Frankfurter Flughafen an, wie wenn es nix Besonderes wäre. Dort war dann lediglich eine Treppe zu unserem Bahnsteig gesperrt, weil jemand einen Koffer stehen ließ...

 

Wir sind sehr froh, wieder gut gelandet zu sein, und sooooviele gute Erfahrungen im Gepäck zu haben. GottseiDank !!

 

Und auch Euch allen, die mitgefiebert, Emails geschrieben, an uns gedacht, für uns gebetet, das Tagebuch verfolgt, Hilfe angeboten und Grüße geschickt haben: SUPERHERZLICHEN DANK !!!

 

Demnächst werde ich einen Peru-Abend machen und lade alle Interessierte dazu ein !

auf dem Flussweg zurück ins echte Leben auf dem Flussweg zurück ins echte Leben

17.??11.2010

Ja, es wurde wahr: ich konnte noch einen kleinen Trip in den Urwald machen und genoß die Wärme und Feuchtigkeit, Flora und Fauna eines wunderschönen Fleckchens Erde.

Total abgeschnitten von der Außenwelt: kein Telefon, kein Empfang, kein Internet - und Strom gab es nur von halb 6 abends bis 10 Uhr. Und da kein richtig helles Licht.

Sonnenaufgang war um 5 Uhr, und die Vögel um die Lodge tuckerten, gellten, kreischten, knallten wie es ihnen gerade gefiel und wie ihnen der Schnabel gewachsen war.

Die Grillen machen immer durch...

Gerade sitze ich im Boot, zurück nach Puerto Maldonado, der Stadt mit dem Flughafen hier im südlichen Dschungel. (Pucallpa mit Cashibo ist nördlicher)

Wer nun allerdings denkt, es gäbe hier Puma-Riding, Wettschwimmen mit Krokodilen und ähnliches, der liegt falsch (so dachte ich am Anfang aber auch) - es ist alles halb so wild und überhaupt nicht gefährlich, außer ein paar bestimmte Pflanzen und kleinere Tierchen...

Also, nochmals: Krokodile und die größeren Tiere aus den Bilderbüchern unserer Kinder gibt es hier nicht. Die meisten Tiere sind doch recht ‘verschrocken’ und ziehen sich vor den Menschen zurück. Überall ist ‘der Schrecken der Natur’ spürbar: es gibt immer andere Tiere drüber und andere drunter, die die anderen bedrohen. Was wir öfters hörten, waren größere Affen, die ein starkes Raunen im Urwald verursachten, um zu zeigen, dass sie hier der Chef sind. Kaimane sahen wir öfters - aber sie sind doch sehr ängstlich, Tucane und etliche andere Tiere sahen wir fliegen - im Zoo sieht man sie deutlicher (...).

Trotz allem ist es ein Erlebnis, so dicht in der Natur zu sein und die Andersartigkeit zu genießen !

Als wir am Montag ankamen, hatte es 33 Grad und man schwitzte nur. Lange Hosen und lange Hemden sind sinnvoll, denn sonst wird man von Moskitos angefressen. Die Feuchtigkeit ist fast zum Greifen. Vorgestern und gestern regnete es öfters, und die Sonne kam selten durch. Was will ich auch fordern: er heißt ja auch Regen-Wald. Wir hatten beides: Regen und Wald.

Allerdings ist es nicht schlimm, nass zu werden, denn bei 25 Grad ist es immer noch warm.

Der Wald ist wunderschön, alles wächst üppigst, und im Wald selber ist es fast dunkel, weil das Blätterdach so dicht ist. Auf jeden Fall ging bei der Camera immer der Blitz an...

Heute morgen, als ich alles einpackte, war alles so naß wie frisch gewaschen.

Und Ihr habt 5 Grad ??!!

"leckere Pflicht in Arequipa" "leckere Pflicht in Arequipa"

Wochenende 12.-14.11.2010:  Ich war bei einer befreundeten Familie in Arequipa eingeladen, die mich nach Strich und Faden verwöhnten. Natürlich gehört dazu, dass man mal ein Meerschweinchen isst: und es war muy rico ! (sehr lecker) Es schmeckt sehr fein, etwas feiner als Hähnchen, dazu peruanische Bohnen und Papas Fritas (fritierte Kartoffeln) - und dazu ein Bier aus Cusco. Ein Genuß ! Sie zeigten mir sehr viele Schönheiten Arequipas, eine Stadt mit 1.300.000 Einwohnern, die alles hat - auch einen Stolz. Drumrum sind hunderte Kilometer Wüste...

Natürlich gehörte ein Ausflug ans Meer (Pazifik) dazu. Sie sagten, es sei kalt - aber nach 15 Minuten Wellenspringen ist man doch akklimatisiert.

Und es macht einfach Spaß !!

Wer genau gekuckt hat, hat gesehen, dass ich mir einen Luxus nicht verkneifen konnte: ich hab mein Sopransaxophon mitgenommen - und auch am Meer dabeigehabt. Peruaner mit spanischem Blut, dazu das Meer und Musik, später gutes Essen - es ist fast wie im Himmel: sh. Bilderserie "Ausflug nach Arequipa" !

Leider war das Wochenende überschattet von einem Todesfall: der Vater einer Freundin wurde nach dem Geldabheben erstochen. Das brachte so ziemlich alles durcheinander ! Wie ist das Leben in Blaufelden doch beschaulich....

Klaus John setzte noch einen kleinen Bildbericht auf die Homepage des Krankenhauses: http://www.diospi-suyana.com/news/news_single/title/eigenauftrag-ausgefuehrt/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=329&cHash=b4e8b8fff3

... - es tut einfach gut - ...

Jeder Besucher bekam 1 Glas Orangensaft Jeder Besucher bekam 1 Glas Orangensaft

11-11-2010, Abschluß meines Projekts mit Happy Hour:

nachdem wir alle Schubladen mit Fassungen gefüllt hatten, die erste große Gläser-Bestell-Liste geschrieben, die Spiegel geputzt und die letzten Dinge aufgeräumt hatten, kamen etliche Gäste und sahen sich erstaunt um, sie probierten die letzten (wirklich allerletzten) Fassungen auf, die deutsche Optiker über diesen Weg 'entsorgt' haben - es war witzig !

 

Natürlich mußte/durfte ich auch erklären, was ein normaler Optiker so macht und hab nebenbei ein Brillenglas in eine Fassung eingeschliffen.

Aha's und Oh's ùnd Ach-so's waren zu hören.

 

Wer die Werkstatt und den Laden nochmals im Panorama-Blick sehen möchte, klickt bitte auf 'Bilder', ganz unten.

 

Ich bekam anerkennende Worte für das, was die letzten 2 Wochen entstanden ist: Die Leiterin, Frau Dr. Martina John, zeigte sich sehr zuversichtlich, dass der Laden brummen wird. Das kann ich nur bestätigen. Ich glaube es auch.

Dr. Klaus-Dieter John ist ebenso zuversichtlich.

 

Diesen Tag beschließe ich mit einem sehr zufriedenen Gefühl: alles ist m.E. perfekt eingefädelt, auch alle Abläufe passen. Und die bis dato angefertigten Brillen erzeugten volle Zufriedenheit. Schön, dass es doch so gut gelaufen ist.

Wenn auch etwas anders, als geplant - aber wahrscheinlich für hier passend.

 

Ganz wesentlich hat mir Hans-Peter Ströbel geholfen und mir vieles, sehr vieles abgenommen ! Danke nochmals, Hans-Peter !!

 

Und natürlich auch ein dickes: Gott sei Dank !!! Ich habe in sehr vielen Momenten gedacht: ups, dass das jetzt so im Handumdrehen geklappt hat - super ! (oft gab es eine, zwei Begegnungen, die im nächsten Moment wieder für den Erfolg des nächsten oder übernächsten Schrittes wichtig waren. Und das sehr oft ! Glückliche Fügungen sagen wir.)

 

 

10-11-2010: vorletzter Tag in Diospi Suyana, Curahuasi

Ich bin glücklich, dass ich nun die letzten Vorbereitungen treffen kann, die notwendig sind, damit der Laden laufen kann. Es ist wirklich krass: die Leute fahren 3 Stunden (!!!), damit sie eine Brille bekommen - und dann 3 Stunden wieder zurück. Nicht selten bekommt man eine Umarmung, Küsschen, strahlende Augen und Freudentränen zu sehen. In Blaufelden ist das nicht so....

Optiker  - ist einfach der schönste Beruf !!!

 

Dabei machen wir hier 'ganz normale' und sehr einfache Brillen. Ohne Schnickschnack, wie z.B. eine Entspiegelung (...), sondern nur Augenglasbestimmung und eine Brille.

 

Und das hat sich schon herumgesprochen.

 

Heute abend erfuhr ich, dass Optiker 'Mangelware' sind. Also, liebe Kollegen, wer Menschen wirklich helfen will und etwas Wesentliches machen möchte, dazu noch gerne in Südamerika leben, spanisch sprechen und etwas abenteuerlustig ist, kann sich mit wenig Aufwand hier sehr leicht etablieren. Und Peru ist ein wunderschönes Land !!! Mit lieben Menschen.

 

***

 

Nebenbei plane ich meinen Absprung/Abflug: nach Arequipa, Freunde besuchen. 

 

Dann kommt noch das zuvor ungeplante Highlight. Bis dahin bleibt es für die meisten ein Geheimnis....

 

***

 

Also, nochmals zurück zu hier: morgen sind noch Fassungen zu sortieren, die letzten fertigen Brillen abzugeben und eine Refraktion zu machen - und um 16 Uhr heißt es: Happy Hour ! - Es gibt für jeden ein Glas Orangensaft, nämlich ein Minusglas voll (zum Glück kein Plusglas)  ;-)  und Schauarbeiten für alle, die es interessiert, wie denn eine Brille entsteht.

 

Ein Bild - ? - es ist doch immer das Gleiche...

alles muß fertig werden alles muß fertig werden

9-11-2010, Dienstagabend 21:30 Uhr:  alle Brillen sind fertig geworden. Heute hatten wir 11 Stück anzufertigen - und zwar nicht mit modernen CNC-Automaten, sondern: für alle eine Formscheibe anfertigen, und viiiel Handarbeit. Dazu kam, dass wir eine Weile wegen einem Gewitter nicht arbeiten konnten und dass noch etliche andere Dinge in die Wege zu leiten waren.

Morgen können die Kunden kommen und ihre Brillen abholen - das wird ein Staunen geben !

 

Dabei fertigte Elisabeth Mörl die passgenauen Formscheiben an, wobei die kleine Magdelena nicht immer im Laufstall sein wollte, sondern auch tatkräftig mithelfen wollte (...).

9-11-2010: Jeden Morgen um 8:30 Uhr gibt es eine Andacht mit ein paar Liedern und einer kleinen Predigt und Gebet, natürlich auf Spanisch. (auch die Lieder kommen mir spanisch vor !! ...). Aber Musik geht über alle Sprachen und macht einfach Freude: eine kleine Band mit Keyboard, Cajon, Gitarre und Saxophon - alles sehr (!!!) spontan und einfach schön !

Übrigens kommen dazu alle Patienten, die schon da sind - und es dürften ca. 100 sein, plus die Mitarbeiter und Angestellten.

8.11.2010:

Am Sonntag war im Städtchen eine Parade - und die Angestellten des Krankenhaus marschierten auch mit - es war schon etwas eigentümlich...mit Nationalhymne von Peru und der Hymne von Curahuasi, dem Städtchen hier.

 

 

Und heute, am Montag, war ein fast normaler Arbeitstag:

der Schreiner kam, um die restlichen Möbel anzumessen,

Sonnenbrillen sortieren (Hans-Peter),

die Optikerin hier (zurzeit Hausfrau und Mutter) mit der Augenglasbestimmung vertraut zu machen:

zuerst die Theorie der Kreuzzylindermethode (eigentlich super faszinierend) und dann die Praxis.

Am Nachmittag strömten wieder viele Patienten in die Augenarztpraxis und die Ärztin schickte wieder (zuviele) in unseren neuen Laden.

Die Werkstatt wurde auch gleich mit zwei kniffligen Aufträgen eingeweiht - zu mehr Aufträgen kamen wir nicht.....

Übrigens (und immer wieder): die Leute hier sehen genauso gut und auch genauso schlecht wie wir Deutschen ! Da gibt es keinen Unterschied.

Bis alle Emails beantwortet sind, der Blog geschrieben, die Dinge bestellt sind (in Deutschland per Email oder Ebay), alles geregelt ist (was alles noch nächste Woche in den Container in Wiesbaden muß - wir bekamen heute ein paar Geräte aus Zwickau -Danke, Herr Lorenz !!- angeboten), die Unterlagen für morgen erstellt sind und die letzten Gedanken ins Tagebuch gerutscht sind, ist es 23.30 Uhr. Deutschland schläft schon lange.

Aber es war ein guter Tag. Dank dem Himmel ! Muchas Gracias Dios !

6-11-2010: heute war ein entspannter Tag: wir waren alle zu einem Ausflug an ein kleines Natur-Schwimmbad (der Bach fließt da durch) eingeladen, mit Hähnchen und Papas (Kartoffeln !) essen, baden (freiwillig und unfreiwillig), und Spass und Spiel.

 

Und Sonnenbrand.

 

Heute war also nur eine Stunde 'Augenoptik' angesagt: Dinge für den Ablauf klären, einige Email-Anfragen schreiben und den Montag etwas durchplanen.

So sieht mein 3.-Arbeitsplatz momentan aus.... So sieht mein 3.-Arbeitsplatz momentan aus....

5-11-2010:

Die 1. Woche ist vorbei und die Werkstatt ist zu 85% fertig !

Es ist schön, an einem sauberen Tisch zu sitzen und die restlichen Dinge vollends abzuchecken: Durchmesserschablone erstellen (wichtig für die Gläserbestellung), eine Liste zu machen, was noch in den nächsten Container muß, was ich (oder Hans-Peter) hier noch tun müssen, um den Laden ordentlich zu verlassen (sodass ich gerne sofort hier anfangen könnte), eine Liste für die Schreiner zu erstellen und den Kontakt zum Glashersteller zu knüpfen (für die ersten Bestellungen).

 

Heute genoß ich es schon fast, bei ‘Kunden’ die Augen auszumessen, weil der ganze Ablauf schon viel flüssiger war !

 

Weiß jemand Jemand, der hier gerne arbeiten würde ??? !!!

 

Also, ich meine:

ein Optiker, der auch Refraktion macht,

der gerne Spanisch spricht/sprechen lernt

und überzeugter Christ ist (Voraussetzung für Diospi Suyana) ?

 

Diesen ‘Laden’ hier kann ich echt empfehlen !! ;-)

 

Die Aussicht ist das Genialste überhaupt,

die Menschen (Kunden wie Kollegen) sind sehr liebenswert und es geht locker zu,

 

Peru muß man einfach mögen.

 

Die Nachteile: da müßt Ihr mich persönlich fragen....

jeden Tag ein bißchen mehr jeden Tag ein bißchen mehr

4.11.2010:  Heute um 17 Uhr konnte es heißen: Wasser marsch ! Die Maschinen sind angeschlossen und ich kann morgen arbeiten !! (d.h. Brillen schleifen) Das finde ich richtig super !

Vorhin ergab sich nochmals ein gutes und klärendes Gespräche, sodass die Lust und die Schlafqualität nun steil bergauf gehen kann !

Nebenbei müssen noch die Karteiblätter erstellt werden, die für den hiesigen Ablauf passen sollen. Zum Glück geht mein Notebook überall hin mit und schaut mich immer treu an  ;-)

heute waren Kinder eines Kinderheims da heute waren Kinder eines Kinderheims da

4-11-2010:

Die Gefühle und Gedanken gehen gerade etwas drunter und drüber: es sieht wohl so aus, dass kein Optiker mehr auftaucht, solange ich da bin.

 

Ist das nun gut oder schlecht ? Zuerst fand ich es schlecht (weil ich es mir so in den Kopf gesetzt hatte - manche Wünsche gingen auch in diese Richtung) - jetzt finde ich es aber richtig gut, denn dann habe ich noch Zeit für einen ungewöhnlichen Trip (ich berichte später mal drüber) !

 

Sooft ich/wir ‘drüben’ in der Augenklinik sind, bin ich voll ausgelastet: es kommen Patienten, die sehr oft schlecht sehen, Augenbrennen haben, oder einfach nicht mehr lesen können. Momentan können wir nur mit fertigen Brillen helfen (gebrauchte Brillen aus D).

Aber sehr oft erhalten wir ein ‘Muchas Gracias, Doctore’, ein Strahlen, ein Glücklichsein - bis hin zu Freudentränen.

Das hat ‘was !!

 

Was wir in D ziemlich verlernt haben, ist die große Dankbarkeit - und eine elend lange Geduld. Sie sitzen oft Stunden, reisen über viele Stunden an (etliche hundert Kilometer sind keine Seltenheit !!!!), und sind sehr schnell zufrieden.

Was ihnen auch viel gibt: wenn man ihnen auf Augenhöhe begegnet. (sie sind es gewohnt, wie ‘Hunde’ behandelt zu werden. Wie lautet der Paragraph 1 unseres Grundgesetzes - ???).

 

Apropós Auslastung: ich denke, dass man hier an die Größenordnung von 15 - 20 Brillen/Tag kommen wird. Und das ist viel ! Natürlich werden die Brillen hier nur für einen symbolischen Betrag verkauft (20 - 50 Soles, das sind ca. 7 - 17 Euro). Wenn jemand gar nicht bezahlen kann, bekommt er es auch kostenlos.

 

- - - -

 

Im Übrigen ist es hier mit all den Mitarbeitern ein lockeres gutes Klima, alles per Du und viel (Inter-)Aktion drumherum. Zum Wohlfühlen. Die Aussicht ist berauschend - allerdings genießen wir sie viel zu selten, weil immer noch andere Dinge vor dem Kopf rumschwirren....

 

Sorry, dass gestern nichts Neues kam - aber die Zeit ist sooo vollgepackt und intensiv, dass man nur schwer zur Ruhe kommt. (ich zumindest - mein Tinitus ermahnt mich aber gerade wieder...)

 

möchte hier mal jemand arbeiten ? Die Aussicht ist einfach gigantisch - irgendwann stören die Gitterstäbe auch nicht mehr... möchte hier mal jemand arbeiten ? Die Aussicht ist einfach gigantisch - irgendwann stören die Gitterstäbe auch nicht mehr...

2.11.2010 die Augenärztin schickte uns jede Menge Kunden, eine Refraktion nach der anderen. Es war der Stress, weil ich sie oft nicht verstand, und mußte dann oft übersetzen lassen.

Leider konnten wir nur mit alten, gebrauchten Brillen, die Hans-Peter ausgemessen hatte, helfen.

Die Werkstatt ist hoffentlich morgen eingerichtet,

und Bewerber vor der Tür !!!

Es war einfach krass.

Ein kleiner Bericht von Klaus John, von gestern: http://www.diospi-suyana.com/news/news_single/title/kiuyalla-kopie-1/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=294&cHash=6d60435102.

Aber: die Augenoptik macht Menschen glücklich !! Auch uns Optiker,

wenn man 'schlagartig' helfen kann !!!

endlich bin ich in 'meinem' Laden endlich bin ich in 'meinem' Laden

1-11-2010:  Heute konnten wir vieles bewegen: Hans-Peter und ich haben die Werkstatt und den Laden zur Hälfte eingerichtet: ES WIRD !!!

 

- zumindest die Einrichtung ist da !

 

Was das Personal betrifft, ist die Spannung groß !: bisher ist noch kein Bewerber bekannt, der hier arbeiten würde. Hm.

 

Elisabeth Mörl ist Mutter von 5 Kindern, Ehefrau des Allrounders hier und von Beruf Optiker: sie möchte gerne die Augenglasbestimmung, zumindest zeitweise, machen - und sich ein bißchen um die Optik kümmern.

 

Wie alles wohl werden wird ??

es ist schön, etwas einrichten zu dürfen... es ist schön, etwas einrichten zu dürfen...

es gibt wohl Geräte, die noch älter sind als ich....

Beweisfoto: Hans-Peter ist auch fleißig Beweisfoto: Hans-Peter ist auch fleißig

1-11-2010: Hans-Peter mißt gebrauchte Brillen aus und bereitet uns auf den Ansturm vor, der am Mittwoch kommen soll: die restlichen Leute vom Bergdorf kommen da wohl. Da die Werkstatt noch nicht eingerichtet ist, werden wir auf die gerichteten und ausgemessenen gebrauchten Brillen zurückgreifen (müssen).

echt saumäßig echt saumäßig

Sonntag ist Markt in Curahuasi - was man da so alles sieht. Mit dem Produzenten 'Aug in Aug'. Das Echtheitszertifikat liegt auf dem Tisch...

Das Notstromaggregat Das Notstromaggregat

Sonntag, 31.10.2010, 7:30 Uhr:

Die Sirene geht: uiuiuiuiuiuiuiuiuiuiui - was hat das nun zu bedeuten ? Gleich drauf geht ein riesiges Getöse los (lautes Generator-Geräusch) - und hält den ganzen Sonntag an.

---> es ist Stromausfall in der Stadt Curahuasi.

Glücklich, wer ein Notstromaggregat hat - auch wenn er Krach macht.

(in Deutschland geht es uns relativ sehr gut)

Kinder faszinieren mich doch immer wieder ! Kinder faszinieren mich doch immer wieder !

Samstag, 30.10.2010: Einsatz in einem abgelegenen Bergdorf, über einen 4000er Pass, mit Unimog und jeweils über 3 Stunden Fahrt, dort medizinische und Brillen-Versorgung von 130 Menschen, die per Lautsprecher informiert wurden und zur Gesundheitsstation eingeladen wurden - sh. 'Bilder'. Es war seeeehr stressig: wir starteten um 5 Uhr und kehrten um 20 Uhr wieder heim. Das war nicht ganz passend nach unserer 31-Stunden-Reise plus Umstellungsproblemen an die Höhe...

Brillenanpassung mit Heissluftgerät ? Brillenanpassung mit Heissluftgerät ?

was macht man, wenn man eine Kunststoffbrille anpassen muß (erwärmen und biegen), und man hat keine Ventilette (Heissluftgerät), und auch keinen Fön ? - die Lampe mit einer Glühbirne aus good old Germany diente als Erwärmungsgerät. Geht.

Das Beweisfoto Das Beweisfoto

Freitag, 29-10-2010, 16 Uhr:

Wir stehen im Hof von Diospi Suyana. Es ist wahr. (Diese Feststellung ist auch für uns neu.)